»Die selbstverständlich gewordene Haltung, mit der Materialität und Medialität vorliegenden Materials zu spielen, vollzieht einen Bruch vom Urheber zum ›Meta-Autor‹ als Operator der Kopien (statt der Originale), Zitate (statt Aussagen), Simulationen (statt Darstellungen) und Pluralitäten (statt Individualitäten), und mit der wachsenden Bedeutung von Medialität und Intermedialität wird der Autor/Künstler zum Sammler, Spurensucher bzw. Auswerter und Anwender von Datenströmen.«

Installation »Fingerkuppen Tango« von Oleg Svidler, Alex Balzen & Karoline Orboi

  • Kunststoff-Sperholzplatten
  • Flussigkleber
  • Steckkastensystem „Yugyzal“
  • Gaffa-Tape
  • hornige Finger
  • Beamer

Im Foyer der FH-Mainz befindet sich ein Steckbuchstaben Kasten der durch Stop Motion Trick für kurze Zeit zum Leben erwachte und für das Translations 03 Symposium ein digitales Spiegelbild verpasst bekam. Die Projektion des Zitates von Giaco Schiesser geschah auf einem Kasten. Den wir selbst aus Kunststoff beschichteten Sperholzplatten, mithilfe von Flüssigkleber, zusammengeschustert haben.

Zitat von Giaco Schiesser, Autorschaft nach dem Tod des Autors (2007)

\ January 11th, 2010
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»Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen
mit dem Tod des Autors.«

Installation von Kerstin Schimandl & Saskia Weiß

40 m Klingelkabel (mit 8 farbigen Innenleitungen)
10 m SAT-Kabel
35 m Stromkabel
24 m Kabelkanal
120-150 Wandschellen
100 Kabelbinder, weiß
50 Kabelbinder, farbig
6 Lüsterklemmleisten
1 Glühbirne mit Fassung
3 verschiedene Leitern
1 Behindertenaufzug
1 Cutter
1 Zange
1 Heißklebepistole
8 Heißklebesticks
1 Gehrungssäge
1 Schleifmaschine

Die typografische Inszenierung des Zitats soll sich in die räumlichen Gegebenheiten unseres Fachhochschul-Gebäudes einfügen. Zu den bereits vorhandenen Kabelkanälen kommen Neue hinzu, erweitert mit einer Schrift aus Kabeln. Die technische Funktionsfähigkeit der Installation wird durch das scheinbar intakte Stromnetz und die brennende Glühbirne simuliert.
Zuerst bogen wir Schrift aus Kabeln und bauten das Wort “Autors” mittels Gehrungssäge, Schleifmaschine und Heißkleber aus Kabelkanälen. Nachdem wir den Kampf gegen die TRAGENDE STAHLBETONWAND gewonnen und unsere Liebe zu Heißkleber entdeckt hatten, brachten wir alle Teile nach der Vorlage eines zuvor erstellten Layouts an die Wand an.

Zitat aus “La mort de l’auteur” in der Zeitschrift Manteia (1968), S.12-17.
Übersetzung nach Roland Barthes “Tod des Autors” in “Texte zur Theorie der Autorschaft”, Stuttgard, 2000, S.185-193.

\ December 9th, 2009
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traslations\03 Styroporblöcke

Installation von Saskia Friedrich, Markus Nebel & Ina Wild

  • 160 Styroporblöcke
  • Saskias typografisches Auge

Die Styroporblöcke waren so gesetzt, dass der Titel der Veranstaltung “Translations\03” nur aus einer Position lesbar war. Durch die perspektivische Verzerrung konnte man aus allen anderen Standpunkten nur scheinbar wahllos in den Zaun gesteckte Styroporklötze erkennen.

\ December 2nd, 2009
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»Enjoy Food / Design«

Installation von Anna-Pia Link, Carina Schweitzer & Nina Arnold

  • 1 Foto-Kamera
  • 1 Magic-Arm
  • 1 Laptop
  • min. 6 Schauspieler mit einem 2.Oberteil für eine weitere Rolle
  • 1 Techniker
  • 1 Storyboard
  • 18 Servietten
  • 4 Kaffee im Becher
  • 4 Gabeln
  • 2 Löffel
  • 2 Teller mit Pommes
  • 1 Teller mit Kuchen
  • 3 Zuckertütchen
  • viele Kaffee-Rührstäbchen
  • 3 Majo-Päckchen
  • 1 Tablett
  • 1 Magazin
  • 1 Laptop
  • 1 Cola
  • 2 Strohälme
  • 2 Mensa- Tische

»Enjoy Food / Design«

Die Animation  »Enjoy Food / Design« ist im Stop-Motion-Verfahren entstanden. Dazu wurde eine Spiegelreflexkamera mit Hilfe eines Magic-Arms in 4m Höhe befestigt, so dass sie sich genau über den beiden Tischen befand. Die Kamera konnte über einen angeschlossenen Laptop ausgelöst werden. Nachdem alle Schauspieler ihre »Rolle« und genau Anweisungen erhalten hatten, begann das Shooting. Alle Schauspieler mussten sehr langsam agieren und das Auslösen der Kamera musste auf diese Bewegungen abgestimmt sein. Auf diese Weise entstanden 619 Fotos, die anschließend bearbeitet und zu einem Film zusammengefügt wurden.
Die Animation wurde während der Pausen in der Mensa gezeigt.

Unser Tipp:
Mehrere Ersatz-Kameras bereithalten!

\ December 2nd, 2009
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