»Do Designers have a role in the creation of symbols for a country, a culture, an ideology or a mentality? Are they, in short, co-authors of the ‘visual text’ with which a country, a culture expresses itself? And if they are, does that make them co-responsible, as co-authors, for what is conveyed in that ‘text’?«

Installation von Saskia Friedrich, Markus Nebel & Ina Wild

  • 6 Dosen Sprühkleber, repositionierbar
  • 6 Meter Plot

Zentrales Anliegen dieser Installation war es ein Zitat erst durch die Interaktion mit dem Publikum entstehen zu lassen. Das zu Beginn noch völlig unsichtbare Zitat wurde mit Schablonen auf den Boden aufgesprüht. Mit der Zeit wurde es durch die vielen Besucher, die darüberliefen sichtbar.

Zitat von Max Bruinsma

\ December 1st, 2009
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»Das Leben eines Autors ist der
beste Commentar seiner Schriften.«

Installation von Anett Rauh & Marina Raths

  • 23 m Klebefolie
  • 23 m Transferpapier
  • Spachtel
  • 2 Skalpelle
  • 2 Scheren
  • 1 Zollstock
  • Leiter
  • 2 Schwämme
  • 5Liter weiße Gouache
  • Ganz viele Hände und Geduld

Unsere Idee war es im Eingangsbereich des Foyers eine Trennwand zu schaffen, die mit Hilfe der Zitate einen Vorgeschmack auf das Thema der Veranstaltung bieten sollte. Der Aufbau der Installation war sehr zeitaufwendig und kostspielig. Nachdem das Layout feststand wurden die Zitate auf Klebefolie ausgeplottet und musste von uns entgittert werden. Mit viel Maßarbeit wurden sie dann auf die Scheiben in luftiger Höhe angebracht. Dabei ist es wichtig die Folie blasenfrei anzukleben, damit im nächsten Schritt, wenn die Farbe (Gouache) mittels Schwämmen aufgetragen wird nicht unter die Schrift läuft. Wir mussten mindestens zweimal überstreichen um eine optimale Deckkraft zu erzielen. Nachdem die Farbe komplett getrocknet war, haben wir in mühevoller Kleinarbeit jeden einzelnen Buchstaben von Hand abgezogen um den gewünschten Negativeffekt darzustellen.

Zitate:
»Das Leben eines Autors ist der beste Commentar seiner Schriften.« / Johann Gottfried Herder

»Der heilige Hieronymus führt vier Kriterien an: wenn unter mehreren Büchern, die man einem Autor zuschreibt, eines schlechter als die anderen ist, so muss man es aus dem Katalog seiner Werke streichen (der Autor wird demnach als bestimmtes konstantes Wertniveau definiert), auch wenn bestimmte Texte der Meinung der anderen Werke eines Autors widersprechen(dann wird der Autor als Feld einesbegrifflichen und theoretischen Zusammenhangs definiert); auch die Werke müssen ausgeschlossen werden, die in einem anderen Stil geschrieben sind, mit Worten und Wendungen, die man gewöhnlich nicht bei diesem Autor findet (das ist der Autor als stilistische Einheit), schließlich müssen die Texte als falsch angesehen werden, die sich auf Ereignisse und Personen beziehen, die erst nach dem Tod des Autors kommen (dann ist der Autor ein bestimmter geschichtlicher Augenblick und Schnittpunkt einer Reihe von Ereignissen).« / Michel Foucault

»I think it is one of the paradoxical conditions of design authorship, that you have to be both producer and critic simultaneously. I can maintain a kind of double life.« / Bruce Mau

»Do Designers have role in the creation of symbols for a country, a culture, an ideology or a mentality? Are there, in short, co-authors of the ‘visual text’ with which a country, a culture expresses itself? And if they are, does that make them co-responsible, as co-authors, for what is conveyed in that ‘text’?« /Max Bruinsma

»I am not a decorator, a packager… I am the author, the storyteller, the creator of meaning.« / Zitat zu einer Skizze mit Tibor Kallmann

»Der persönliche Auftritt wird zunehmend bedeutsam. Das ist ein wunderbares Komplementär-Phänomen zur allgemeinen Virtualisierung.« / Auszug von Norbert Bolz

\ December 1st, 2009
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»Entwerfen meint die Bereitschaft die Wirklichkeit zu ändern.«

Installation von Anett Rauh & Marina Raths

  • 1300 Reißzwecken
  • 5 m Papierschablone
  • Hammer
  • Leiter
  • Pinzette
  • Skalpell
  • Dicke Daumen

Der Auszug eines Zitates was den Baum mittels Reißzwecken erklimmt stammt von Gui Bonsiepe. Es wurde eine Schreibschrift verwendet, die wir auf DIN A4 Papier in 15 cm hohe Buchstaben gepaust haben. Die Blätter haben wir dann zusammengeklebt und diente uns als Vorlage für die Installation. Diese haben wir in einer Spiralform am Baum angebracht und die Reißzwecken auf der Schrift befestigt. Das Papier konnte man zwischen den Reißnägeln mit viel Aufwand, einer Pinzette und eines Skalpells herausziehen. Unsere Daumenspitzen sind heute noch taub!

»Entwerfen meint die Bereitschaft die Wirklichkeit zu ändern.« / Gui Bonsiepe

\ December 1st, 2009
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translations\03 Rückblick

Das Symposium liegt hinter uns – endlich ist die Zeit da zum Luft holen und Zurückschauen.
Unsere Gäste aus Großbritannien, Amerika, den Niederlanden, Slowenien, der Schweiz und Deutschland bewiesen vor allem, wie vielfältig die Disziplin Kommunikationsdesign eigentlich ist:  Theoretiker, Praktiker, Visionäre, politische Aktivisten waren dabei.

Doch so unterschiedlich unsere Referenten und ihre Arbeiten auch sind, eines scheint sie alle zu einen: Die Wertschätzung freien selbstbestimmten Arbeitens und die Freude an einer eigenen Handschrift. Sie alle verstehen sich nicht als Übersetzer, sondern als Autoren, sind sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst und gehen selbstbewusst damit um.

Das Thema „Autorschaft im Design“ ist für unsere Hochschule mit dem Symposium deshalb auch nicht abgeschlossen. Denn die translations\03 bildete nur den Auftakt zu unserem Masterstudiengang Gutenberg Intermedia, der im kommenden Wintersemester startet. 16 ausgewählte Studierende erhalten dann die Möglichkeit, an anspruchsvollen Projekten zu arbeiten und die eigene visuelle Autorschaft in einer Masterarbeit zu entwickeln.

Einen besseren Auftakt dafür hätten uns nicht wünschen können.
Mehr Infos zum Master gibt es hier in Kürze.

Sie können sich hier in unseren Verteiler eintragen, falls Sie in Zukunft Informationen über unseren Masterstudiengang erhalten wollen.

\ November 30th, 2009

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