»Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen
mit dem Tod des Autors.«

Installation von Kerstin Schimandl & Saskia Weiß

40 m Klingelkabel (mit 8 farbigen Innenleitungen)
10 m SAT-Kabel
35 m Stromkabel
24 m Kabelkanal
120-150 Wandschellen
100 Kabelbinder, weiß
50 Kabelbinder, farbig
6 Lüsterklemmleisten
1 Glühbirne mit Fassung
3 verschiedene Leitern
1 Behindertenaufzug
1 Cutter
1 Zange
1 Heißklebepistole
8 Heißklebesticks
1 Gehrungssäge
1 Schleifmaschine

Die typografische Inszenierung des Zitats soll sich in die räumlichen Gegebenheiten unseres Fachhochschul-Gebäudes einfügen. Zu den bereits vorhandenen Kabelkanälen kommen Neue hinzu, erweitert mit einer Schrift aus Kabeln. Die technische Funktionsfähigkeit der Installation wird durch das scheinbar intakte Stromnetz und die brennende Glühbirne simuliert.
Zuerst bogen wir Schrift aus Kabeln und bauten das Wort “Autors” mittels Gehrungssäge, Schleifmaschine und Heißkleber aus Kabelkanälen. Nachdem wir den Kampf gegen die TRAGENDE STAHLBETONWAND gewonnen und unsere Liebe zu Heißkleber entdeckt hatten, brachten wir alle Teile nach der Vorlage eines zuvor erstellten Layouts an die Wand an.

Zitat aus “La mort de l’auteur” in der Zeitschrift Manteia (1968), S.12-17.
Übersetzung nach Roland Barthes “Tod des Autors” in “Texte zur Theorie der Autorschaft”, Stuttgard, 2000, S.185-193.

\ December 9th, 2009
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